SPAC – Special Purpose Acquisition Company
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Zu den neueren Anlageformen an den Börsen gehören die sogenannten SPAC. Die Abkürzung steht für Special Purpose Acquisition Company und bezeichnet keinen neuen Fußballverein, sondern stellt eine Art Blankoscheck für Unternehmen dar, später einmal an die Börse zu gehen. Der Begriff lässt schon vermuten, dass  diese Abkürzung aus den USA kommt. In der jüngeren Vergangenheit werden die SPAC aber auch in Europa immer beliebter.

SPAC

Welche Idee steckt hinter den SPAC´s?

Zunächst einmal gibt es ein Unternehmen, welches einem ganz normalen Börsenlisting durchläuft. Ziel des Unternehmens ist es jedoch nicht primär mit einem eigenen Geschäftsmodell an den Start zu gehen. Die SPAC ist vielmehr bestrebt andere Unternehmen zu kaufen und diese so indirekt an die Börse zu bringen. Einmal die Regelungen des DFB bezüglich der 50 + 1 Klausel außer Acht gelassen, könnte ein SPAC einen Fußballverein aufkaufen und somit sich ihn einverleiben. Im Nachgang wäre der Club dann börsennotiert, da der SPAC dort schon gelistet ist. Im Fußball ist dieses nicht so gängig, jedoch findet sich dieser Aufkauf bei den sonstigen Unternehmen immer häufiger.

Wie läuft der Ankauf von Unternehmen ab?

Ist der SPAC an der Börse gelistet, gilt es zunächst potenzielle Kandidaten für einen Kauf zu identifizieren. Hierbei entscheidend ist natürlich die finanzielle Ausstattung die beim Börsengang erzielt worden ist. Sind die potenziellen Übernahmekandidaten zu teuer, ist neues Kapital einzusammeln. Dieses geht durch die Emittierung von Schuldtitel oder Gewinnung neuer Investoren.

Sind sich beide Unternehmen über den Kaufpreis einig, so geht der SPAC in das übernommene Unternehmen auf. Um die Übernahme dem geschluckten Unternehmen schmackhaft zu machen, bleibt das Personal in der Regel vorhanden.

Warum sollte ein Unternehmen mit einem SPAC fusionieren?

Es stellt sich die Frage, warum ein Unternehmen, welches mit dem Gedanken spielt, an die Börse zu gehen dieses nicht einfach alleine macht. Wofür braucht es da ein weiteres Unternehmen? Der erste große Vorteil ist, dass sich ein Unternehmen keine eigenen Investoren suchen muss. Auch unliebsame Überraschungen im Zusammenhang mit dem Börsengang fallen weg.

Kommt beim Bookbuilding-Verfahren ein  niedriger Wert als gewünscht heraus fehlt dem Unternehmen Kapital. Beim Börsengang von Borussia Dortmund lag die Bookbuilding Spanne z. B. zwischen 11 und 13 Euro. Aufgrund der geringeren Nachfrage wurde geradeso das untere Ende der Spanne erreicht. Die Enttäuschung war groß. Bei einem Zusammenschluss mit einem SPAC kann es einfacher sein, seine Kapital-Vorstellungen durchzusetzen. Die Kapitalaufnahme wird somit planbarer.

Ferner fallen alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Listung an der Börse weg, da diese schon vollzogen sind. Das übernommene Unternehmen kann bezüglich der Pflichten aus der Börsenlistung auf vorhandenes Fachwissen zurückgreifen.

Welche Nachteile gibt es?

Ein Nachteil für den Anleger von Kapital in einem SPAC ist, dass dieser noch nicht weiß, welches Unternehmen gekauft wird, oder eine geplante Übernahme am Ende nicht doch noch scheitert.  Eine Analyse ist demzufolge noch schwerer als bei „normalen“ Börsenunternehmen. Die Regulierung, der noch jungen Form der Anlage ist zudem noch nicht so fortgeschritten, was sich aber mit zunehmender Beliebtheit ändern kann.

Fazit

SPAC stellen sowohl für Unternehmen als auch Investoren eine Alternative dar. Auch für Vereine welche eventuell mit dem Gedanken spielen, den Weg an die Börse zu gehen, können Sie, wenn es die Statuten des Verbandes zulassen eine Alternative sein.

 

 

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